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Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen - Brief unseres Pastors im Juni

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Gemeinschaft in Uhlbach!

Der Monatsspruch für Juni lautet: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen Apg 5,29

Wie häufig wurde dieser Spruch schon verwendet um sich damit gegen eine Anordnung zu stellen. Da stellt sich die Frage, inwiefern es sich dabei tatsächlich um Gehorsam Gott gegenüber handelt, oder darum eigene Ziele zu verfolgen. Wir merken bei solchen Gedanken, wie schnell dieses Bibelwort missbraucht werden kann und es darum wichtig ist, den Hintergrund dieses Wortes anzuschauen. ... Der Monatsspruch führt uns in die Zeit nach Pfingsten zurück. Die Apostel lobten Gott und kamen dazu regelmäßig in den Tempel. Wo ihnen Menschen mit Krankheiten und Nöten begegneten haben sie für diese gebetet. Die Leute merkten, dass durch die Apostel viele Zeichen und Wunder geschahen und viele haben in diesen Tagen zum Glauben an Jesus gefunden. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Widerstand bildete. Man ließ die Apostel gefangen nehmen und steckte sie über Nacht ins Gefängnis. Doch ein Engel Gottes führte sie wieder heraus und beauftragte sie im Tempel dem Volk die Botschaft des Evangeliums von Jesus zu verkündigen. Und genau das taten sie dann auch am nächsten Tag, während der Hohepriester noch dachte, dass sie im Gefängnis wären. Als die Apostel dann vor den hohen Rat geladen wurden, fragte man sie, warum sie von Jesus redeten, wo ihnen doch bei der vorigen Begegnung eingeschärft wurde, dies nicht mehr zu tun. Sie hatten damit ein Predigt- und Lehrverbot, weil die Ausbreitung dieser Botschaft unter allen Umständen verhindert werden sollte. Doch die Verantwortungsträger mussten erkennen, dass sich die Jünger Jesu von Drohungen, Gefangennahme oder Schläge nicht einschüchtern ließen. Die Apostel bezeugten klar: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“. Es ist genau die Botschaft, die sie bei der vorigen Begegnung schon geäußert hatten, weil es für sie gar nicht möglich ist von dem zu schweigen, was sie erlebt und gehört hatten (vgl. Apg.4,20).

Schweigen ist nicht möglich
Vor seiner Himmelfahrt hatte Jesus ihnen zugesagt: „Ihr werdet meine Zeugen sein“ Apg 1,8b. Petrus fragte darum die religiösen Führer: „Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr gehorchen als Gott.“ Apg 4,19b. Die Antwort ist eigentlich sehr einfach. Wenn sie von Gott selbst den Auftrag haben und dieser noch durch den Engel erneuert wurde, dann werden sie dem auch weiterhin nachkommen, zumal sie ja auch das innere Verlangen treibt, die Botschaft von Jesus zu sagen. Das Evangelium von Jesus Christus ist einfach so herrlich, dass die Apostel es nicht für sich behalten können. Es bezeugt die Liebe Jesu, die jedem Menschen gilt, ganz gleich, wie sein Leben bisher verlaufen ist. Durch den Glauben an Jesus ist ihm die Last in seinem Leben genommen, sind ihm Sünden vergeben. Die gute Nachricht von Jesus, seine Kraft, seine Hoffnung und Nähe lösen Freude aus. So eine einladende Botschaft muss doch weitergesagt werden! Wie gut, dass der weise Gamaliel die aufgebrachte Menge, die mittlerweile nicht einmal mehr vor Mord zurück-schrecken würde, mit den Worten ermahnte: „Lasst ab von diesen Menschen und lasst sie gehen! Ist dies Vorhaben oder dies Werk von Menschen, so wird's untergehen; ist's aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten – damit ihr nicht dasteht als solche, die gegen Gott streiten wollen.“ Apg 5,38-39 In diesem Fall ist klar, dass die Apostel Christi nicht anders handeln konnten und da hat diese Aussage auch seine Berechtigung. Hier ist die Botschaft von Gott vorrangiger zu sehen, als die Anweisungen von Menschen. Aber diese Situation kann nicht einfach auf alle Bereiche unseres Lebens übertragen werden. Wer nun meint, dass wir nach Belieben immer selber entscheiden können, was wir tun, der liegt falsch. Paulus stellt klar (Römer 13,1): „Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat.“.

Achtung der Obrigkeit
Auflehnen oder gar Bekämpfen von Obrigkeit entspricht nicht dem Willen Gottes. Selbst wenn ungerechte Herrscher an der Macht sind, heißt das nicht, dass die Obrigkeit ignoriert werden kann. Gerade Menschen, die im Glauben an Jesus leben, zeichnen sich dadurch aus, dass sie in Verantwortung vor Gott und Menschen ihre Aufgaben wahrnehmen und sich dabei menschlicher Obrigkeit unterstellen. Auch Paulus hat im römischen Reich am eigenen Leib erlebt, dass dies nicht immer leicht ist. Das Vorbild der Christen im Alltag werden andere Menschen positiv aufnehmen. Wenn selbst machtvolle Herrscher erkennen, dass man den Christen vertrauen kann, dann kann das positive Auswirkungen haben. Das entdecken wir schon im Alten Testament. Daniel hatte eigentlich nur gradlinig seinen Auftrag getan und Gott hat ihm Gelingen in seinem Tun gegeben und ihn dadurch in höchste Positionen gebracht. Konsequent hat Daniel seinen Glauben gelebt und sich selbstverständlich der Obrigkeit unterstellt, so lange diese nicht im Widerspruch zu seinem Glauben stand.

Grenzen der Hörigkeit
Die Grenzen der Unterordnung sind dann erreicht, wenn Behörden verlangen, Böses zu tun oder zu unter-stützen. Es war die Leitung der sozialen Einrichtung „Bethel“, die den Abtransport von vielen Behinderten im Dritten Reich verhinderten. Sie hatten erfahren, dass ihre Bewohner umgebracht worden wären und haben sich darum dagegen gestemmt. Das war mutig in einer schweren Zeit. Sehr viele wurden dadurch vor dem Tod bewahrt.

Hören – erkennen, was Gottes Botschaft ist
Es wird für Glaubende immer die Herausforderung sein zu erkennen was dran ist. Die Ausbreitung der Botschaft und der Liebe von Jesus Christus muss Priorität haben und damit verbunden der Einsatz für das Leben von Menschen. Aber gleichzeitig gilt es, sich treu den Anordnungen des Staates zu unterstellen.

In den letzten Monaten haben wir diesbezüglich so manche Erfahrungen gesammelt. Wir haben uns an An-ordnungen unserer Regierung im Blick auf Corona zu halten gehabt, waren dann aber auch froh, dass die Regierenden im Blick auf Gottesdienste eingelenkt haben und wir uns an vielen Orten wieder treffen durften. Es ist wichtig, dass wir uns nicht von der Angst vor dem Virus lenken lassen, sondern verantwortungsbewusst und glaubensvoll Wege finden, im Rahmen äußerer Begrenzungen unseren Glauben zu leben. Auch Regierende können ihre Macht missbrauchen, darum ist es auch unser Auftrag, für die Obrigkeit zu beten.

Gerade in den schwierigen Zeiten, in denen wir leben, ist es wichtig, dass andere an uns die Freude und den Frieden von Jesus Christus sehen und erleben. Wäre es nicht großartig, wenn Menschen, die Jesus Christus nicht kennen und auf Grund der Umstände verzweifelt sind, durch uns ermutigt werden?

Euer Gemeinschaftspastor
Matthias Suckut

Predigt von Gemeinschaftsleiter Ralf Kraft

Hauptsache gesund. (?)

Predigt von Ralf Kraft, Leider der Liebenzeller Gemeinschaft Uhlbach,
in der Gemeinschaftsstunde Uhlbach am 25. April 2021

Zu den Geburtstagsglückwünschen gehört es bei vielen dazu: Ich wünsche dir Gesundheit. Und eine Festrunde wird sich schnell einig: Hauptsache gesund. Jetzt in Corona-Zeiten gibt es noch eine allgegenwärtige Schlussformel bei E-Mails oder bei persönlichen Verabschiedungen. Als Christen wollen wir einen Blick in die Bibel werfen: Ist Gesundheit die Hauptsache – oder vielleicht sogar absolut unwesentlich, weil es viel wichtigere Dinge für unser Leben gibt?

Das ganze Predigtskript zum Download

Unser Jubiläum

Wir konnten trotz Corona 2020 durch unser solides Schutzkonzept ein tolles Jubiläum in der Uhlbacher Festhalle feiern. Hier kannst du die Mitschnitte des Gottesdienstes und der Bezirkskonferenz anschauen: