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Die Geschichte der Liebenzeller Gemeinschaft in Uhlbach

Die Evangelisation

1920 fand eine sog. Evangelisation mit Genehmigung der Kirchengemeinde im Kindergarten in der Kleinen Gasse in Uhlbach statt. Die Gebrüder Munder und andere Christen aus Cannstatt kamen nach Uhlbach, um das Evangelium von Jesus Christus in klaren und gewinnenden Worten zu verkünden. Christsein sollte im Alltag der Menschen konkret werden - wer das für sich annehmen wollte, konnte diese Entscheidung an diesen Abenden fest machen.

Gründung der Liebenzeller Gemeinschaft

Viele Menschen in Uhlbach nutzten diese Gelegenheit und gaben ihrem Leben eine entscheidende Wende. Ihnen war es nun wichtig, den neu entdeckten Glauben zu praktizieren und noch mehr über Gott und sein Wort zu erfahren. Gerne hätten sie sich weiterhin im Kindergarten getroffen, aber ihre Anfrage wurde abgelehnt. Daraufhin erklärte sich die Witwe Friedericke Ortlieb bereit, die neu entstandene Gemeinschaft im eigenen Haus in der damaligen Oberdorfstr. 5 (heute Götzenbergstraße) aufzunehmen. Dort traf man sich, um zusätzlich zu den Gottesdiensten der Kirchengemeinde selbst in der Bibel zu lesen und vertiefende Ansprachen zu hören. Die Gemeinschaft Uhlbach schloss sich der losen Vereinigung der Munderschen Gemeinschaften Cannstatt (heute Brüderbund) an, deren Verkündiger auch den Predigtdienst in den Versammlungen übernahmen.

Mit Musik und Kreativität

Leiter dieser Gemeinschaft in Uhlbach wurden die "Gründerväter" Karl Eisele und Ludwig Ortlieb (ab 1922 dessen Bruder Richard Ortlieb). Neben gemeinsamem Bibellesen und Gebet wurde auch gerne und viel gesungen. Doch man wollte nicht nur im eigenen Saft schmoren. Vielmehr sollten viele Nachbarn und Freunde ebenfalls die gute Botschaft hören, die einem selbst so bedeutungsvoll geworden war. So ging mit der Gründung der Gemeinschaft auch die Gründung eines gemischten Chores unter der Leitung von Philipp Boger einher. Diesem folgte später ein Männerchor und ein Gitarrenchor.

Ein reiches geistliches Leben

1923 wurde die Gemeinschaft dann selbständig, was eine große Offenheit gegenüber verschiedensten christlichen Gruppen und Werken ermöglichte. Viele Verbindungen sind dadurch entstanden und Gemeinschaft über Werksgrenzen hinaus konnte erlebt und erfahren werden.
Die Gemeinschaft wuchs, so dass man im Jahr 1929 an die Liebenzeller Mission mit dem Wunsch herantrat, eine Schwester in Uhlbach zu stationieren. Noch im gleichen Jahr konnte Schwester Dora Gscheidle ihren Dienst in Uhlbach antreten. Zu ihren Aufgaben gehörte unter anderem die Gründung einer Kinderstunde. Im gleichen Jahr verstarb Karl Eisele.

Der Bau des Gemeinschaftssaales

In dieser Zeit reifte auch der Wunsch, einen eigenen Gemeinschaftssaal zu bauen. Friederike Ortlieb erklärte sich bereit, einen Teil ihres Grundstücks zur Verfügung zu stellen und 30 Männer aus Rotenberg und Uhlbach unterschrieben, so lange zusammenzuhalten, bis die entstehenden Kosten für den Bau abgezahlt seien. Vieles wurde an Eigenleistung eingebracht. Am 9. Februar 1930 konnte dann der Saal eingeweiht werden.

Der Weg zur Liebenzeller Gemeinschaft

Als 1933 das Dritte Reich begann, musste sich die bis dahin selbständige Gemeinschaft einer Vereinigung anschließen, um nicht verboten zu werden. Die Wahl fiel auf den Gemeinschaftsverband der Liebenzeller Mission (heute Liebenzeller Gemeinschaftsverband). Trotzdem wollte man weiterhin auch für Prediger und Kontakte zu anderen Werken offen bleiben, ein Vorsatz der sich bis heute gehalten hat. Neben den Predigern des Liebenzeller Gemeinschaftsverbandes und Mitarbeitern der Liebenzeller Mission gibt es regelmäßige Predigtdienste von Pastoren der Evangelisch-Methodistischen-Kirche in Wangen und der Villa Seckendorff. Über viele Jahre war auch der örtliche Pfarrer in die Predigtdienste mit eingebunden.

Die weitere Entwicklung

1963 verstarb Richard Ortlieb und Albert Baschleben und Hermann Eisele wurden Gemeinschaftsleiter. Seit Mitte der 80er Jahre bis ins Jahr 2001 nahmen Gottfried Eisele und Fritz Ortlieb die Leitung der Liebenzeller Gemeinschaft Uhlbach wahr.

2001 war ein Jahr der Neustrukturierung und des Stabwechsels. Aus dem EC Jugendbund wurde 2in1 gleichzeitig der Impulskreis für die Älteren in der Jugend. Im März fand eine Gemeindeversammlung statt, in der eine neue Struktur beschlossen und ein Koordinierungskreis gewählt wurde. Fritz Ortlieb trat aus der Leitung zurück, war aber noch als Rechner aktiv. Neu als Gemeinschaftsleiter wurde Ralf Kraft gewählt, ebenfalls rückte Markus Wachter aus der EC Jugendarbeit in die Leitung der Gemeinschaft auf. Weiter in Verantwortung war Gottfried Eisele.

Schon ab 1999 wurden viele Neuerungen umgesetzt, mit dem Ziel, eine attraktive Gemeinschaftsstunde und weitere Angebote für Jung und Alt zu schaffen – für Menschen, die im Glauben wachsen wollen - und ebenso für Menschen, die den Glauben an Jesus Christus neu für sich entdecken wollen. Die zeitlose gute Nachricht von Jesus Christus sollte konsequent verkündet werden – in einer zeitgemäßen Verpackung, Gemeinde im Jahr 2001. Und das soll auch noch heute so sein – Gemeinde im Jahr 2020.

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